Was gibt es Neues zur Verkehrswende in Schloss Neuhaus …

Ideen, Meetings, Diskussionen

AUSGEBREMST: HAUPTSACHE DIE AUTOS ROLLEN IN PADERBORN

Pop-Up-Radwege: abgelehnt, Tempo 30 in der Mastbruchstraße: abgelehnt, Sperrung des Durchgangsverkehrs im Quinhagen: abgelehnt, Ampelkreuzung am Rolandsweg: abgelehnt, Überwachung des Autoverkehrs in der Fußgängerzone: abgelehnt!
Die Anträge engagierter Bürger werden reihenweise von der Verwaltung der Stadt Paderborn abgeschmettert und dabei nicht von der kommunalen Politik unterstützt. Warum ist das so? Geht es bei der auch in Paderborn angestrebten Verkehrswende nicht darum, „Raum für die Menschen“ zurück zu gewinnen und den Radverkehr sicherer und zügiger möglich zu machen?
Stattdessen gibt es ein digitales Parkplatzmanagement, das Autofahrer direkt zu freien Parkplätzen in der Innenstadt leitet. Nein, leider nicht für Fahrräder, für diese gibt es dort weiterhin kaum Abstellmöglichkeiten. Grüne Welle für den Autoverkehr und „grün“ für Fußgänger und Fahrradfahrer nur auf Anforderung an den „Bettelampeln“. Vorfahrt bleibt in Paderborn ein Privileg der Autofahrer!
U.P.

LANGSAM ABER SICHER – EIN PLÄDOYER FÜR TEMPO 30

Vielen Bürger:innen stinkts inzwischen gewaltig in ihrem Quartier Schloss Neuhaus, angesichts starker Luftverschmutzung, Lärmbelastung und Verkehrsunsicherheit. Gesundheit und Lebensqualität der Anwohner werden dadurch enorm beeinträchtigt.
Über 160 Städte in Europa sind schon Trendsetter für Tempo 30 und zeigen uns damit überzeugend, wie man mehr Sicherheit und Lebensqualität erreichen kann. Dazu zählen z. B. Berlin, Paris, Zürich, London, Helsinki, Göteborg und Oslo.
Die positiven Ergebnisse sind weniger Unfälle, reduzierte Schadstoffbelastung (Stickstoffdioxid, Feinstaub, elementarer Kohlenstoff) und deutliche Lärmreduzierung.
Ausführliche Informationen, Fallbeispiele und Studien zu diesem Thema finden Sie unter dem Menüpunkt „Links“. Diskutieren Sie mit und unterstützen Sie uns, denn Schloss Neuhaus könnte auch ganz anders sein. G.G.

BEI „GRÜN“ SCHAFFST DU ES NICHT!

Fußgänger kennen das: In der Grünphase schafft man es nur selten bis zur gegenüberliegenden Ampel.

Werner Schrecker, ein Mitglied unserer Verkehrsgruppe, stellte vor kurzem die interessante Frage: Wenn man den Fußgängerüberweg vom Schloss Neuhäuser Kirchplatz zum Schloss nutzen will, wie lang ist die grüne Ampelphase? Haben wir 15, 20 oder vielleicht sogar 30 Sekunden Zeit, um die Strasse zu überqueren – was schätzen Sie? Können wir schlendern, bummeln oder müssen wir uns sputen? Wir alle wissen unterschwellig, knapp wird es immer. Also, was glauben Sie, wieviel Zeit haben Sie? Die Schätzungen gehen in der Regel daneben. Wir haben es gemessen – die Grünphase ist lediglich 9 Sekunden lang. Und die wenigsten wissen: Das ist Absicht. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung von Felix Reek klärt auf. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Verkehrstechnik die Ampelschaltung in zwei Phasen unterteilt : „Grünzeit“ und „Schutzzeit“. Das Problem ist: Die meisten Verkehrsteilnehmer wissen davon nichts. Und wer langsamer als das statistische Mittelmaß ist, etwa Senioren oder Eltern mit Kinderwagen, schafft es nicht schnell genug auf die andere Seite. Sie sehen sich schnell hupenden Autofahrern ausgesetzt. Der Druck wir auf den Fußgänger ausgeübt – der Verkehr muss schliesslich rollen! C.B.
Den interessanten Artikel zu diesem Thema finden Sie unter dem Link

BÜRGERDIALOG VERKEHR IM QUARTIER

Start mit einer Gesprächsrunde mit Vertretern politischer Parteien und Bürgermeistern zur Verkehrswende erfolgt: Zukunftsentwürfe Verkehr 2022 – Für mehr Lebensqualität in Schloß Neuhaus

Die AG VERKEHR lud im Januar 2020 zu einem ersten Gespräch mit Politikern und Politikerinnen zur Eröffnung unseres für Schloß Neuhaus angestoßenen Bürgerdialogs zu den aktuellen Problemen des Verkehrs im Quartier ein. Im Gespräch mit den Vertretern aller politischen Parteien sollte es um die Verständigung über die Problemlage und eine erste Diskussion der vorgeschlagenen Lösungsoptionen gehen (entwickelter Flyer und Internetplattform www.verkehrswende-schloss-neuhaus.de). In den mittelfristigen Lösungsmöglichkeiten (und Visionen) sowie Strategien für einen breiten Bürgerdialog steht der Ortskern als die verbindende Mitte des historischen Quartiers als Zentrum von Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Freizeit im Fokus.
An dem Gespräch beteiligten sich alle Ratsfraktionen, auch zum Teil mit schriftlichen Stellungnahmen und zwei stellvertretende Bürgermeister der Stadt. Hinsichtlich der Einschätzung der gravierenden Verkehrsprobleme und die Dringlichkeit einer mittelfristigen Lösung ergab die Diskussion eine hohe Übereinstimmung. Das galt insbesondere in Bezug auf die Schlosskreuzung und die damit verbundene Einschränkung von Lebensqualität. Der hohe Handlungsbedarf war von allen Teilnehmern geteilt. Es sei unbedingt darauf hinzuwirken, die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen und Diskussion von Lösungsmöglichkeiten mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern des Quartiers zu diskutieren. Da sollten auch die begonnen Überlegungen der Gesamtverkehrsstudie für Paderborn (IMOK) für 2035 mit einbezogen werden. R.O.
Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen des Politikergesprächs finden Sie hier MEETING_POLITIK_0220

Schloss Neuhaus 2019 – Die Probleme

Lärm
Un­fälle
Ge­stank
Not­wehr