Was gibt es Neues zur Verkehrswende in Schloß Neuhaus …

Ideen, Meetings, Diskussionen

ICH BUS DANN MAL LOS …

Pro Tag fahren 357 Busse durch den historischen Ortskern von Schloß Neuhaus. Regelmäßig parken drei Gelenkbusse vor dem Kirchplatz, zwei weitere auf der gegenüberliegenden Straßenseite und warten auf Ein- und Umsteiger. Fahren sie dann gemeinsam wieder los, entstehen, nach Messungen von Anwohnern, gesundheitsgefährdende Lärmbelastungen mit Spitzenwerten von bis zu 95 db. Die durch die Busse verursachten Lärm- und Schadstoffbelastungen gehören so zum täglichen Leben der Bewohner von Schloß-, Residenz- und Bielefelder Straße. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und den GRÜNEN sieht zukünftig eine Verkürzung der Taktraten (15 Minuten-Takt) im innerörtlichen ÖPNV vor. Das bedeutet für Schloß Neuhaus, dass zukünftig 714 Busse pro Tag den historischen Ortskern befahren. Ist das noch zumutbar? Gibt es ein Konzept, um die Belastungen für die Bewohner, z. B. durch veränderte Linienführungen, zukünftig zu reduzieren? Bisher leider nicht! Informieren Sie sich – eine Übersicht über den aktuellen Stand des ÖPNV an der Schlosskreuzung finden Sie hier. Ich bus dann mal wieder los … C.B.

BREIT; BREITER; BREITEST – DER SCHLEICHENDE AUSBAU EINES WIRTSCHAFTSWEGS

Der Quinhagen entwickelt sich – schleichend. Er beginnt als Spielstrasse, wird dann zur Tempo 30-Zone mit eingebauten verkehrsberuhigenden Elementen, um dann in eine Tempo 50-Zone überzugehen, in der man, erstaunlich, tatsächlich auch „freiwillig“ Tempo 30 fahren darf. Der weitere Verlauf der Straße führt dann über das Hofgelände eines Bauernhofes und mündet in einem einfachen Wirtschaftsweg. Ein Wirtschaftsweg, der mit seinem ursprünglich gedachten Ziel, den Anliegern eine Zufahrt zu ihren Feldern und Wiesen zu ermöglichen, schon lange überfordert ist.
Ein überproportional hohes Verkehrsaufkommen sorgt immer wieder für heikle Situationen zwischen PKWs, Fahrradfahrern und Fußgängern. Die Straße ist zu schmal für diese große Zahl unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer und auch nicht dafür gemacht. Interessant ist in diesem Zusammenhang zu beobachten, wie versucht wird diese schmale Strasse sukzessive und möglichst unauffällig zu verbreitern. Neben dem ursprünglichen asphaltierten Wirtschaftsweg wurden beidseitig breite Streifen von Rasenkantsteinen verlegt – Ausbaustufe 1. Da diese Breite aber noch nicht ausreicht und die PKWs auch die angrenzenden Felder nutzten, hat die Stadt nun beidseitig auch noch zwei zusätzliche Streifen Asphalt eingezogen – Ausbaustufe 2. Ein Flickenteppich – ständig zu reparieren und eine Gefahrenquelle für seine Nutzer.
Wäre hier, angesichts der Nähe zur Autobahn und dem Ausbau des Gewerbegebietes durch Höffner und Hornbach mit entsprechenden Besucherzahlen, nicht ein Ausbau auf vier Fahrspuren sinnvoll. Ausbaustufe 3 – sicher, schnell und übersichtlich für den Autoverkehr. Wo Spaziergänger und Radfahrer mit ihrem gemächlichen Tempo dann auch nichts mehr zu suchen haben.
Oder wäre eine komplette Sperrung hinter der Zufahrt zur Umgehungsstraße nicht besser, um die Straße dann wieder zu dem zu machen, was sie ursprünglich einmal war – zu einem ruhigen Wirtschaftsweg und zu einem Teilstück überregionaler Radwege. Jaaaaa! C.B.

BILANZ 2020 – EIN RÜCKBLICK AUF ZWEI EREIGNISREICHE JAHRE

Viel zuviel Verkehrsaufkommen, ständiger Lärm und Abgasgestank im historischen Ortskern von Schloß Neuhaus führen zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität und gesundheitlicher Gefährdung von AnwohnerInnen und PassantInnen. Aufgrund dieser Problemlage entwickelte sich vor zwei Jahren aus der Quartiersinitiative Schloß Neuhaus die Arbeitsgruppe Verkehr, die engagiert und kontinuierlich an einer Verbesserung dieser Situation arbeitet. Nach zwei Jahren ziehen wir nun eine Bilanz unserer bisherigen Aktivitäten, präsentiert in Form eines Positionspapiers. Dieses ist für uns Grundlage um Forderungen nach Veränderung zu entwickeln und diese in Zusammenarbeit mit den politisch Verantwortlichen umzusetzen. Sind Sie neugierig geworden? Dann lesen Sie hier unsere Bilanz 2020 (Download PDF). Darin finden Sie detaillierte Informationen zu unseren bisherigen Aktivitäten. Es könnte auch ganz anders sein …! G.G.

IMOK PADERBORN – AKTEURSGESPRÄCH ZU DEN VERKEHRSPROBLEMEN IM ORTSKERN VON SCHLOß NEUHAUS

Auf Veranlassung der Stadt Paderborn fand im August 2020 eine Ortsbegehung mit VertreterInnen der Verkehrsgruppe und Herrn Helmer vom Planungsbüro Planersocietät Dortmund statt. Die Stadt hat dazu die Verkehrgruppe der Quartiersinitiative Schloß Neuhaus als qualifizierten Ansprechpartner für die Verkehrsprobleme vor Ort vorgeschlagen. Die gemeinsame Begehung des historischen Ortskerns dauerte insgesamt etwa zwei Stunden und zeigte in dieser Zeit live alle von der Gruppe identifizierten Problemlagen. Den von Herrn Helmer dazu verfassten Bericht finden Sie unter Akteursgespräch_Quartiersarbeit SN_Protokoll. C.B.

AUSGEBREMST: HAUPTSACHE DIE AUTOS ROLLEN IN PADERBORN

Pop-Up-Radwege: abgelehnt, Tempo 30 in der Mastbruchstraße: abgelehnt, Sperrung des Durchgangsverkehrs im Quinhagen: abgelehnt, Ampelkreuzung am Rolandsweg: abgelehnt, Überwachung des Autoverkehrs in der Fußgängerzone: abgelehnt!
Die Anträge engagierter Bürger werden reihenweise von der Verwaltung der Stadt Paderborn abgeschmettert und dabei nicht von der kommunalen Politik unterstützt. Warum ist das so? Geht es bei der auch in Paderborn angestrebten Verkehrswende nicht darum, „Raum für die Menschen“ zurück zu gewinnen und den Radverkehr sicherer und zügiger möglich zu machen?
Stattdessen gibt es ein digitales Parkplatzmanagement, das Autofahrer direkt zu freien Parkplätzen in der Innenstadt leitet. Nein, leider nicht für Fahrräder, für diese gibt es dort weiterhin kaum Abstellmöglichkeiten. Grüne Welle für den Autoverkehr und „grün“ für Fußgänger und Fahrradfahrer nur auf Anforderung an den „Bettelampeln“. Vorfahrt bleibt in Paderborn ein Privileg der Autofahrer! U.P.

LANGSAM ABER SICHER – EIN PLÄDOYER FÜR TEMPO 30

Vielen Bürger:innen stinkts inzwischen gewaltig in ihrem Quartier Schloß Neuhaus, angesichts starker Luftverschmutzung, Lärmbelastung und Verkehrsunsicherheit. Gesundheit und Lebensqualität der Anwohner werden dadurch enorm beeinträchtigt.
Über 160 Städte in Europa sind schon Trendsetter für Tempo 30 und zeigen uns damit überzeugend, wie man mehr Sicherheit und Lebensqualität erreichen kann. Dazu zählen z. B. Berlin, Paris, Zürich, London, Helsinki, Göteborg und Oslo.
Die positiven Ergebnisse sind weniger Unfälle, reduzierte Schadstoffbelastung (Stickstoffdioxid, Feinstaub, elementarer Kohlenstoff) und deutliche Lärmreduzierung.
Ausführliche Informationen, Fallbeispiele und Studien zu diesem Thema finden Sie unter dem Menüpunkt „Links“. Diskutieren Sie mit und unterstützen Sie uns, denn Schloß Neuhaus könnte auch ganz anders sein. G.G.

BEI „GRÜN“ SCHAFFST DU ES NICHT!

Fußgänger kennen das: In der Grünphase schafft man es nur selten bis zur gegenüberliegenden Ampel.

Werner Schrecker, ein Mitglied unserer Verkehrsgruppe, stellte vor kurzem die interessante Frage: Wenn man den Fußgängerüberweg vom Schloß Neuhäuser Kirchplatz zum Schloss nutzen will, wie lang ist die grüne Ampelphase? Haben wir 15, 20 oder vielleicht sogar 30 Sekunden Zeit, um die Strasse zu überqueren – was schätzen Sie? Können wir schlendern, bummeln oder müssen wir uns sputen? Wir alle wissen unterschwellig, knapp wird es immer. Also, was glauben Sie, wieviel Zeit haben Sie? Die Schätzungen gehen in der Regel daneben. Wir haben es gemessen – die Grünphase ist lediglich 9 Sekunden lang. Und die wenigsten wissen: Das ist Absicht. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung von Felix Reek klärt auf. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Verkehrstechnik die Ampelschaltung in zwei Phasen unterteilt : „Grünzeit“ und „Schutzzeit“. Das Problem ist: Die meisten Verkehrsteilnehmer wissen davon nichts. Und wer langsamer als das statistische Mittelmaß ist, etwa Senioren oder Eltern mit Kinderwagen, schafft es nicht schnell genug auf die andere Seite. Sie sehen sich schnell hupenden Autofahrern ausgesetzt. Der Druck wir auf den Fußgänger ausgeübt – der Verkehr muss schliesslich rollen! C.B.
Den interessanten Artikel zu diesem Thema finden Sie unter dem Link

BÜRGERDIALOG VERKEHR IM QUARTIER

Start mit einer Gesprächsrunde mit Vertretern politischer Parteien und Bürgermeistern zur Verkehrswende erfolgt: Zukunftsentwürfe Verkehr 2022 – Für mehr Lebensqualität in Schloß Neuhaus

Die AG VERKEHR lud im Januar 2020 zu einem ersten Gespräch mit Politikern und Politikerinnen zur Eröffnung unseres für Schloß Neuhaus angestoßenen Bürgerdialogs zu den aktuellen Problemen des Verkehrs im Quartier ein. Im Gespräch mit den Vertretern aller politischen Parteien sollte es um die Verständigung über die Problemlage und eine erste Diskussion der vorgeschlagenen Lösungsoptionen gehen (entwickelter Flyer und Internetplattform www.verkehrswende-schloss-neuhaus.de). In den mittelfristigen Lösungsmöglichkeiten (und Visionen) sowie Strategien für einen breiten Bürgerdialog steht der Ortskern als die verbindende Mitte des historischen Quartiers als Zentrum von Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Freizeit im Fokus.
An dem Gespräch beteiligten sich alle Ratsfraktionen, auch zum Teil mit schriftlichen Stellungnahmen und zwei stellvertretende Bürgermeister der Stadt. Hinsichtlich der Einschätzung der gravierenden Verkehrsprobleme und die Dringlichkeit einer mittelfristigen Lösung ergab die Diskussion eine hohe Übereinstimmung. Das galt insbesondere in Bezug auf die Schlosskreuzung und die damit verbundene Einschränkung von Lebensqualität. Der hohe Handlungsbedarf war von allen Teilnehmern geteilt. Es sei unbedingt darauf hinzuwirken, die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen und Diskussion von Lösungsmöglichkeiten mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern des Quartiers zu diskutieren. Da sollten auch die begonnen Überlegungen der Gesamtverkehrsstudie für Paderborn (IMOK) für 2035 mit einbezogen werden. R.O.
Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen des Politikergesprächs finden Sie hier MEETING_POLITIK_0220

Schloß Neuhaus 2021 – Die Probleme

Lärm
Un­fälle
Ge­stank
Not­wehr